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Die 10 häufigsten Fragen meiner Klavierschüler

 

Frage: Ist es nicht viel einfacher, mit einem Online-Tutorial einzusteigen?

Antwort: Je nach pädagogischer und didaktischer Fähigkeit des Tutors ist es selbstverständlich möglich, Unterrichtsinhalte online zu übermitteln. Es fehlt nur ein wesentlicher Punkt, der einen persönlichen Klavierunterricht unverzichtbar macht - eine optische und akustische LIVE-Kontrolle! Ich kann individuell auf meine Schüler eingehen: Welche Sitzhaltung, welche Hand- und Fingerhaltung, welcher Kraftaufwand, welcher Pedaleinsatz, welche Übungen für eine bestimmte Schwierigkeit etc. Und das Wichtigste: Ich höre zu und gebe sofortige Rückmeldung, was gut und was weniger gut funktioniert. Des Weiteren kann ich – da mein Unterricht auf 2 Klavieren stattfindet – ohne dem Schüler “in die Tasten zu greifen”, jederzeit etwas vorspielen, das der Schüler anschließend imitieren kann. Und nicht zuletzt ist ein 4händiges Klavierspiel möglich, das die gerade im Jazz so notwendige “Bandpraxis” liefert. Übrigens gibt es zu fast allen Themen auch von mir verfasste Theorieblätter oder, falls nötig, individuell erstellte Arrangements.

 

Frage: Wie kann ich am Schnellsten in das Thema “Jazz- und Barpiano” einsteigen?

Antwort: Nach gemeinsamer Erarbeitung der wichtigsten Grundlagen wie “Intervalle, Dreiklänge, Septakkorde und deren Modi” beginnen wir bereits mit der 1. Säule dieses Themas – dem Voicing, also der Begleitung der linken Hand, die möglichst unabhängig von der rechten Hand bedient werden soll. Anschließend kann man mit der rechten Hand in die Improvisation – die 2. tragende Säule – einsteigen, anfangs nur mit den Tönen des Akkords der linken Hand oder mit pentatonischen Skalen. Alles wird natürlich sofort anhand von Standards aus dem Real Book praktisch umgesetzt.

 

Frage: Unterricht per Skype - Wie soll das gehen?

Antwort: Es geht erstaunlich gut! Abgesehen von der gewonnenen zeitlichen Flexibilität der Schülerin/des Schülers  - ein Anfahrtsweg entfällt - sehe ich jede einzelne Fingerbewegung auf der Klaviatur. Dazu kommt, dass mir aufgrund meiner Erfahrung (und meines Gehörs) kein falscher Ton entgeht. Und - Ist die Camera richtig eingestellt, kann ich sogar sehen, wie oft meine Schülerin/mein Schüler auf das Klavier sieht (und wie oft in die Noten). Ebensowenig entgeht mir das Betätigen des Haltepedals mit dem rechten Fuß...Somit kommt es immer wieder zu verblüfften Kommentaren, wie unerwartet gut mein Klavierunterricht per Skype funktioniert.

 

Frage: Wie übt man richtig?

Antwort: Der Weg zu einer brillanten Technik führt nur über das Langsamspielen. Grundsätzlich gilt für das Einstudieren eines Stückes: Was in Zeitlupe nicht funktioniert, wird im Originaltempo erst recht nicht funktionieren. Dabei reicht eine geringe Lautstärke aus. Die einzelnen Stimmen – nicht gleich der komplexe Klaviersatz - sollten wahrgenommen und wenn möglich mitgesungen werden. Es ist deshalb empfehlenswert, zunächst beide Hände getrennt einzustudieren – nicht zuletzt wegen der Fingersätze. Gebrochene Akkorde wie Teile von Tonleitern sind auch mit geschlossener Struktur einzuüben. Schwierige Passagen müssen immer als Erstes “entschlüsselt” werden. Bevor man ein neues Stück beginnt, sollte man das vorherige fertig einstudiert haben. Unsichere Stellen dürfen nicht übergangen werden – je länger diese fehlerhaft gespielt werden, desto geringer wird die Chance sie noch fehlerfrei spielen zu lernen. Schließlich kann man mit dem Smartphone eine Aufnahme machen und sich selbst kritisch zuhören.

 

Frage: Wozu soll ich lernen vom Blatt zu spielen?

Antwort: Das Klavier ist durch sein Relief der schwarzen Tasten wie geschaffen dafür, möglichst wenig auf die Klaviatur zu sehen, und dafür schneller Noten zu lesen oder seine Mitmusiker zu beobachten. Für ein flüssiges Spiel ist es unumgänglich, dass man möglichst viele Noten im Voraus liest, und im nächsten Moment die Finger im Voraus bewegt.

 

Frage: Welche Spielliteratur empfiehlst Du einem Anfänger?

Antwort:
Mit Czerny's Opus 599 (Erster Lehrmeister) oder Bartok's Mikrokosmos (Heft 1) wird man sowohl an den Tonraum des Klaviers, als auch an das Thema “Blindspiel” schonend herangeführt. Diese einfachen Übungen ergänze ich durch leichte klassische Stücke (z.B. aus “Piano Facile”, Schott Verlag) oder Stücke im Popbereich (“Piano Piano”, Hage Verlag). Die Fingertechnik kann anschließend durch die “Kleinen Präludien” von J.S.Bach gesteigert werden. Wichtig ist das Verständnis dafür, dass eine solide Klaviertechnik nur über die Klassik erworben werden kann.

 

Frage: Mit welcher Technik erziele ich mehr Geläufigkeit?

Antwort: Beim Klavierspielen sollte man sich auf die nötigsten Bewegungen beschränken. Allein das senkrechte Heben eines Fingers im Grundgelenk (also dem Verbindungsgelenk zwischen Finger und Handrücken) genügt, um einen Einzelton anzuschlagen. Bei einem Akkord läßt man den Unterarm passiv fallen, ohne dass das Handgelenk dabei einknickt. Beide Varianten bedienen sich einem von der Natur gegebenen Instrument – der Schwerkraft. Bereits J.S.Bach wendete diese Technik an.

 

Frage: Ich komme nicht recht vorwärts am Klavier. Was soll ich tun?

Antwort:
Meist sind die Forderungen, die man an sich selbst stellt, überzogen. Damit verstellt man sich den Blick dafür, was man schon alles erreicht hat in der Zeit seit dem Einstieg. Es ist wichtig, sich regelmäßig bewußt zu machen, was man bereits alles am Klavier gelernt hat, und sich die Möglichkeit zu geben, stolz darauf zu sein. Des Weiteren spielt der Zeitfaktor eine große Rolle in unserer Gesellschaft. Man kann sich fragen: “Welche Bedeutung gebe ich dem Klavierspiel in meinem Leben? Räume ich diesem Hobby genug Zeit ein? Oder wird es nur schnell abgehandelt, damit ich mich meiner nächsten Beschäftigung zuwenden kann?” Sich noch schnell vor der Klavierstunde hinzusetzen, um den Lehrer zufriedenzustellen, bringt Keinem etwas. Nur wer sich mit Leidenschaft, mit innerem Drang ans Klavier setzt, wird in kürzerer Zeit mehr erreichen.

 

Frage: Wie lerne ich zu improvisieren?

Antwort: Kreativität kann man nicht lernen – entweder man hat diese Eigenschaft, oder man hat sie nicht. Aber mit den Ohren kann man viel von anderen Musikern lernen. Das Mitspielen und Imitieren ist der Schlüssel für die eigene Improvisation. Man darf jedoch nicht dem Irrtum unterliegen, alles sei aus Büchern erlernbar. Gerade hier liegt die besondere Eigenheit dieses Themas: Man kann nur über die Praxis improvisieren lernen. Man muß alles ausprobieren, was möglich ist. Und – man muß es so häufig anwenden, dass es Bestandteil des ganz individuellen musikalischen Wortschatzes wird. Praktische Hilfsmittel sind Play-Along-Aufnahmen, auf denen bereits die fertige Rhythmus-Section – also drums & bass oder gleich eine ganze Bigband – eingespielt wurde und man selbst entweder dazu begleiten oder improvisieren kann. Selbstverständlich kommt man mit einem ausgeprägten Wissen über Harmonielehre auch in diesem Thema weiter.

 

Frage: Unterstützt Du Deine Schüler auch außerhalb des Unterrichts?

Antwort: Meine Arbeit ist mit dem Absperren des Unterrichtsraums nicht beendet. Zuhause erstelle ich eigene einfache Arrangements, die genau zum jeweiligen technischen Stand des Schülers passen. Aus meiner Bibliothek suche ich die gewünschten Noten heraus oder recherchiere, und gebe anschließend Empfehlungen für einen Notenkauf. Ich versehe die Stücke mit Fingersätzen, um im Unterricht keine Zeit zu verlieren. Meine Theorieblätter erstelle ich meist selbst. Zudem versende ich Links für individuelles Audiomaterial, oder nehme dieses selbst im eigenen Studio auf.